Angstprobleme und Angsttherapie

 

Viele Hundebesitzer gehen schon bei "leichten" Symptomen einer Erkrankung zum Tierarzt (wogegen abolut nichts einzuwenden ist), aber übersehen, wenn ihr Hund von Ängsten geplagt ist? Oder vielleicht glauben sie, dass man halt damit leben muss? Weil man nichts dagegen unternehmen kann?

Zugegeben, ein schneller Behandlungserfolg wie bei einer einfachen körperlichen Erkrankung, bei der nach einer Spritze oder ein paar Tabletten alles wieder gut ist, so einfach ist eine Angsttherapie leider nicht. Aber wieviel mehr Lebensfreude wird der Hund empfinden, wenn wir ihm helfen, die Ängste zu überwinden?!  

 

Je nach Auslöser der "Angst" oder Furcht, je nach Schweregrad der Symptome, je nach Alter des Hundes, seiner Rasse, seines Ausbildungsstandes, je nachdem wie lange die Furcht schon besteht,  und je nach Ausmaß, und nicht zuletzt auch je nach Besitzer wird jeder "Fall" individuell aufgearbeitet.

In der Therapie darf der Hund aktiv mitarbeiten, wir setzen alles daran, dass er Freude am Umlernen hat - der Satz "da muss er durch" existiert in meinem Therapieplan bei Angstproblemen (!) nicht.

Erfahrungsgemäß wird durch aktives und freudiges Umlernen die Angst bzw. Furcht nachhaltiger reduziert oder im besten Fall sogar eliminiert. Man sollte aber beachten, dass bei den meisten "Angsthunden" auch nach Überwinden einer speziellen Furcht immer mal ein bisschen Training nötig ist (das Sie aber gern allein machen können mit Ihrem Hund), um nicht wieder in alte Muster zurückzufallen. Aber wenn das Training Spaß macht, ist das ja kein Problem... 

Für Situationen, die leider - wie häufig im Leben - vom Hund eigentlich noch nicht gemeistert werden können ( z.B. im Lauf der Therapie der Angst vor Gewitter kommt leider gern mal ein Gewitter dazwischen - noch bevor der Hund es gut gelernt hat auszuhalten), werden Managementmaßnahmen besprochen, oder es können auch überbrückend kurzfristig Medikamente eingesetzt werden, damit die Erfolge der Therapie nicht durch ein einziges schlechtes Erlebnis wieder zunichte gemacht werden.)

Manchmal ist es auch nur möglich, bestimmte Angst-Situationen für den Hund künftig zumindest gut erträglich zu machen; manchmal, vor allem dann, wenn das Problem noch nicht allzu lange besteht, schafft man auch, dass der Hund so gut wie keine Angst mehr davor hat; und spätestens dann, wenn Sie mal gesehen haben, wir stolz ein Hund ist, wenn er etwas früher für ihn Beängstigendes gemeistert hat - dann ist das einfach eine Riesenfreude für alle!

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