Die Schilddrüse

 

Ist es "eine neue Mode", wenn derzeit viele verhaltensauffällige Hunde ein scheinbares oder tatsächliches Schilddrüsenproblem haben?

Man weiß heute, dass noch vor wenigen Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion fälschlicherweise nur dann als solche diagnostiziert wurde, wenn die körperlichen Symptome wie zum Beispiel Haarausfall, oder Gewichtszunahme trotz geringer Kalorienzufuhr, und dazu die typischen Laborbefunde bei der Blut-Untersuchung dazu paßten. Andersherum wurde auch manche scheinbare Hypothyreose diagnostizeirt  aufgrund eines niedrigen Schilddrüsenhormonspiegels im Blut - und nicht bedacht, dass andere Krankheiten diesen Spiegel senken können, es dann aber natürlich nicht zu Erfolg führt, dem Hund in diesen Fällen Schilddrüsenhormone zu verabreichen.

 

Tatsache ist, dass es Grenzfälle gibt und man sowohl in die eine Richtung, als auch in die andere falsch liegen kann. Gerade bei verhaltensauffälligen Hunden kann eine subklinische, das bedeutet eine noch nicht im Vollbild der Symptome stehende Schilddrüsenunterfunktion, durchaus eine große Rolle spielen. Diese Hunde dann "nur" verhaltenstherapeutisch zu behandeln, bringt oft nicht den erwarteten Erfolg - und wenn man ihnen Schilddrüsenhormone in Form von Tabletten zuführt, sie plötzlich unter der Verhaltenstherapie deutliche Fortschritte machen.

Das bedeutet: In vielen Fällen sollte eine Schilddrüsenunterfunktion bedacht und abgeklärt werden, und wenn man alles zusammennimmt, also den jeweiligen Hund, sein Verhalten, seine Laborbefunde, ... dann kann man am ehesten eine vernünftige Beurteilung erhalten.

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