Repetitive und stereotype Verhaltensauffälligkeiten

 

Dazu gehören beispielsweise Schwanzjagen, Schwanzbeißen, Pfotenlecken, Kreislaufen,... die tatsächlich sowohl organische als auch psychische Ursachen haben können.

Organische Grunderkrankungen sind im besonderen Schmerzzustände (Arthrose, degenerative Erkankungen, lokale Entzündungen), mit Juckreiz einhergehende Erkrankungen (Atopie, Futtermittelunverträglichkeit), Magen-Darm-Erkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems (Cauda equina Syndrom, Speicherkrankheiten, Diabetes mellitus) und  Tumoren. Sie sollten unbedingt sorgfältig abgeklärt und ursächlich bzw. symptomatisch oder palliativ  behandelt werden - eine Verhaltenstherapie macht hierbei keinen Sinn.

Bei genetisch disponierten Hunden können organische Krankheiten auch Auslöser für exzessives Lecken sein, sodass aus oberflächliche Hautwunden durch dauerndes und übertriebenes Lecken eine Leckdermatitis und ein richtiges Leckgranulom entstehen kann. Im Falle des Schwanzjagens und Schwanzbeißens kann es schließlich zur tiefen chronisch entzündeten Schwanzspitze kommen; eine Schwanzamputation löst in diesen Fällen nur kurzfristig das Problem, wenn nicht gleichzeitig durch verhaltenstherapeutische Maßnahmen das stereotype Verhalten von Seiten des Hundes freiwillig aufgegeben wird.

 

 

 histopathologischer Bericht einer Leckdermatitis

 

 

 

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